📉 Börsencrashs der Geschichte — und was man daraus lernt

Jede Generation erlebt ihren Crash. Wer die großen Kurseinbrüche der letzten 100 Jahre versteht, gerät beim nächsten weniger in Panik. Hier findest du die wichtigsten Börsencrashs einfach erklärt: was passierte, warum sie entstanden, wie tief es ging — und die Lehren, die immer wiederkehren.

Von Thierry Simon·Veröffentlicht 30.09.2026·Zuletzt geprüft 30.09.2026·Quellen & Methodik

Die großen Crashs im Zeitstrahl

Klick dich durch die einzelnen Ereignisse — jede Seite erklärt Ursache, Verlauf und Erholung im Detail.

Alle Crashs auf einen Blick

CrashHöhepunkt → TiefRückgangErholung bis altes Hoch
1929 (Dow Jones)Sep 1929 → Jul 1932−89 %ca. 25 Jahre (1954)
1987 (Dow Jones)19. Oktober 1987 (1 Tag)−22,6 %ca. 2 Jahre
2000 (Nasdaq)Mär 2000 → Okt 2002−78 %ca. 15 Jahre (2015)
2008 (S&P 500)Okt 2007 → Mär 2009−57 %ca. 4 Jahre (2013)
2020 (S&P 500)Feb → Mär 2020−34 %ca. 6 Monate

Angaben auf Basis nominaler Kursindizes (ohne Dividenden/Inflation). Quellen: u. a. Federal Reserve History, Wikipedia (S&P/Nasdaq-Milestones). Erholungsdauer = Zeit bis zum Wiedererreichen des alten nominalen Höchststands.

Die vier Lehren, die sich immer wiederholen

1. Crashs sind normal, nicht das Ende. Ein breiter Aktienmarkt hat sich historisch nach jedem Crash wieder erholt und neue Höchststände erreicht. Die Frage war nie „ob", sondern „wie lange".

2. Die Erholung kommt oft plötzlich — und wer verkauft, verpasst sie. Die stärksten Kurstage folgen häufig direkt auf die schwärzesten. Wer in Panik verkauft, ist beim Rebound meist nicht mehr dabei.

3. Schulden und Euphorie sind die Zutaten jeder Blase. 1929 auf Kredit gekaufte Aktien, 2000 die Internet-Euphorie, 2008 der Immobilien-Wahn — das Muster ähnelt sich verblüffend.

4. Zeit im Markt schlägt Timing. Niemand — auch kein Profi — kann den perfekten Ein- und Ausstieg zuverlässig treffen. Breit streuen, lange dranbleiben und Schwankungen aushalten ist die Strategie, die den Durchschnittsanleger historisch am weitesten gebracht hat.

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Häufige Fragen zu Börsencrashs

Wie oft kommt es zu einem Börsencrash?

Kleinere Kurseinbrüche von 10–20 % (Korrekturen) gibt es im Schnitt etwa alle ein bis zwei Jahre. Echte Crashs mit Rückgängen über 30 % (Bärenmärkte) treten historisch etwa alle 7–10 Jahre auf. Sie sind normaler Teil des Marktzyklus, nicht die Ausnahme.

Wie lange dauert es, bis sich die Börse erholt?

Sehr unterschiedlich: Der Corona-Crash 2020 war nach rund einem halben Jahr aufgeholt, der 1987er nach etwa zwei Jahren, die Finanzkrise 2008 nach rund vier Jahren. Der Extremfall bleibt 1929 — erst 1954, nach rund 25 Jahren, erreichte der Dow Jones wieder sein altes Hoch.

Sollte man während eines Crashs verkaufen?

Wer breit gestreut und langfristig investiert ist, verkauft in der Regel gerade dann nicht, wenn die Kurse abgestürzt sind — denn dann realisiert man den Verlust und verpasst oft die stärksten Erholungstage. Historisch haben sich breite Aktienmärkte nach jedem Crash wieder erholt. Das ist allgemeine Information, keine Anlageberatung.

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Über den Autor — Thierry Simon
Gründer und Betreiber von FinanzRat. Sein Ziel: komplexe Finanzthemen für Menschen ohne Vorwissen verständlich machen. Die Inhalte stützen sich auf offizielle Primärquellen und werden regelmäßig auf Aktualität geprüft. FinanzRat ist unabhängig, arbeitet ohne Provisionen und gibt keine individuelle Anlageberatung. Quellen & Methodik → · Redaktionelle Grundsätze
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