Schon 100 € im Monat können über Jahrzehnte ein Vermögen werden. Rechne aus, wie stark der Zinseszins für dich arbeitet.
Beispielrechnung, keine Renditegarantie. Historische Werte sind keine Zusage für die Zukunft.
Bei einem ETF-Sparplan investierst du monatlich einen festen Betrag in einen börsengehandelten Indexfonds, z. B. auf den MSCI World. Die Erträge werden wieder angelegt und erwirtschaften selbst Erträge — dieser Zinseszins-Effekt wächst mit der Zeit exponentiell. Was ein ETF überhaupt ist, erklärt ETF einfach erklärt; wie du startest, zeigt ETF für Anfänger, und den Unterschied zu sicheren Anlagen Tagesgeld vs. ETF.
Historisch lag die Rendite breit gestreuter Welt-ETFs langfristig bei etwa 7 % pro Jahr — Schwankungen inklusive. Vergangenheit garantiert keine Zukunft, aber die Mechanik des Zinseszinses bleibt. Von hochspekulativen Alternativen wie Krypto solltest du dich nicht blenden lassen — warum, erklärt Krypto nüchtern betrachtet.
Der Rechner verzinst monatlich: Jede Sparrate wird am Monatsende eingezahlt und bis zum Laufzeitende mit der erwarteten Rendite verzinst. Weil frühere Raten länger arbeiten, erzeugt jeder Gewinn selbst wieder Gewinne — das ist der Zinseszinseffekt. Mathematisch ist das die Formel für eine nachschüssige monatliche Sparrate.
Endvermögen = Sparrate × ((1 + rm)n − 1) ÷ rmrm = (1 + Rendite p. a.)1/12 − 1 ist der aus der Jahresrendite abgeleitete Monatszins, n = Jahre × 12 die Zahl der Monatsraten. Der Zinsgewinn ergibt sich als Endvermögen minus Summe aller Einzahlungen (Sparrate × 12 × Jahre).
Der Zinseszins wirkt exponentiell, nicht linear. In den ersten Jahren ist das Depot klein, entsprechend klein sind die absoluten Erträge. Erst wenn das Vermögen eine gewisse Größe erreicht hat, produziert es Gewinne, die die eigene Sparrate übersteigen. Bei 7 % Rendite ist der reine Jahresertrag schon ab dem elften Jahr größer als alles, was du in diesem Jahr selbst einzahlst. Genau deshalb ist früh anfangen wirksamer als viel einzahlen — und deshalb ist Durchhalten in schwachen Börsenjahren die eigentliche Herausforderung.
Beispiel: Marc, 28, richtet einen ETF-Sparplan auf einen weltweiten Aktienindex ein. Er legt 250 € im Monat an und will bis zum 58. Lebensjahr durchhalten — also 30 Jahre. Er rechnet mit 7 % Rendite pro Jahr.
Nach 30 Jahren steht ein Endvermögen von 292.363 € — aus 90.000 € Einzahlungen — davon 202.363 € Zinsgewinn. Der Zinsgewinn macht damit 69 % des Endvermögens aus, aus jedem eingezahlten Euro sind 3,2× geworden.
Wie sich Sparrate und Zeit auf das Endvermögen auswirken — gerechnet mit 7 % Rendite pro Jahr:
| Sparrate / Monat | nach 10 Jahren | nach 20 Jahren | nach 30 Jahren |
|---|---|---|---|
| 50 € | 8.553 € | 25.377 € | 58.473 € |
| 100 € | 17.105 € | 50.754 € | 116.945 € |
| 200 € | 34.210 € | 101.507 € | 233.891 € |
| 300 € | 51.316 € | 152.261 € | 350.836 € |
| 500 € | 85.526 € | 253.768 € | 584.726 € |
| 1.000 € | 171.052 € | 507.536 € | 1.169.453 € |
7 % Rendite sind ein historischer Durchschnittswert breit gestreuter Welt-ETFs vor Inflation und Steuern — keine Zusage. Einzelne Jahre können deutlich negativ ausfallen.
Schon ab 25 € im Monat. Entscheidend ist nicht der Startbetrag, sondern früh anzufangen und durchzuhalten — die letzten Jahre der Laufzeit bringen durch den Zinseszins den größten Zuwachs.
Breit gestreute Welt-ETFs erzielten historisch langfristig rund 7 % pro Jahr vor Inflation. In einzelnen Jahren sind auch deutliche Verluste möglich — deshalb ist ein langer Anlagehorizont von 10+ Jahren wichtig.
Das Endvermögen besteht aus deinen Einzahlungen plus dem Zinsgewinn. Bei langen Laufzeiten übersteigt der Zinsgewinn oft die eigenen Einzahlungen — das ist der Zinseszins-Effekt.
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