🛟 Notgroschen: Wie viel Reserve brauchst du wirklich?

Bevor du investierst, brauchst du ein Sicherheitspolster. Ohne Notgroschen wird jede kaputte Waschmaschine zum Kredit — und jeder Börsencrash zur Zwangslage.

Von Thierry Simon·Veröffentlicht 28.08.2026·Zuletzt geprüft 09.09.2026·Quellen & Methodik

Geldanlage · 3 Min. Lesezeit · Stand: 2026-07

Die wichtigsten Punkte

Das kannst du jetzt tun

Rechne deine monatlichen Fixkosten aus und multipliziere mit 3 — das ist dein Minimum-Ziel.

Wie viel Reserve ist richtig?

Als Richtwert gelten drei bis sechs Monatsausgaben. Wer ein sicheres Angestelltenverhältnis hat, kommt oft mit drei aus. Selbstständige, Alleinverdiener oder Familien mit unregelmäßigem Einkommen sollten eher sechs anpeilen. Bei 2.000 € Ausgaben im Monat sind das also 6.000 bis 12.000 €.

Wo der Notgroschen hingehört

Auf ein separates Tagesgeldkonto: jederzeit verfügbar, sicher und getrennt vom Alltagskonto, damit du nicht in Versuchung gerätst. Nicht in Aktien oder ETFs — deren Wert könnte genau dann eingebrochen sein, wenn du das Geld dringend brauchst. Bis 100.000 € pro Bank greift zudem die gesetzliche Einlagensicherung.

Warum der Notgroschen vor dem Investieren kommt

Ohne Reserve wird jede kaputte Waschmaschine zum teuren Dispo und jeder Börsencrash zur Zwangslage, in der du im Tief verkaufen musst. Der Notgroschen ist das Fundament, das dich überhaupt erst ruhig investieren lässt — deshalb kommt er zuerst.

So baust du ihn auf

Richte einen Dauerauftrag zum Monatsanfang ein und spare eine feste Rate, bis das Ziel steht. Steuerrückzahlungen oder Boni beschleunigen den Aufbau. Ist der Notgroschen voll, leitest du die Rate einfach ins Investieren um.

Häufige Fragen

Wie viel Notgroschen brauche ich?

Als Richtwert drei bis sechs Monatsausgaben. Mit sicherem Job reichen oft drei; Selbstständige und Alleinverdiener sollten sechs anpeilen.

Wo soll ich den Notgroschen anlegen?

Auf einem separaten Tagesgeldkonto: jederzeit verfügbar, sicher und getrennt vom Alltagskonto — nicht in Aktien oder ETFs.

Notgroschen oder investieren — was zuerst?

Zuerst der Notgroschen. Er verhindert, dass du bei einem Notfall Schulden machst oder Investments im ungünstigsten Moment verkaufen musst.

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Über den Autor — Thierry Simon
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