Der Zinseszins ist der stärkste Verbündete beim Vermögensaufbau — aber schwer im Kopf zu greifen. Gib Startkapital, Sparrate, Zinssatz und Laufzeit ein und sieh sofort, was daraus wird.
Beim einfachen Zins bekommst du jedes Jahr Zinsen nur auf deine ursprüngliche Einzahlung. Beim Zinseszins werden die bereits gutgeschriebenen Zinsen im nächsten Jahr selbst wieder verzinst. Aus Zinsen werden Zinsen auf Zinsen — und dieser Effekt beschleunigt sich, je länger das Geld liegt. Deshalb ist er kein linearer, sondern ein exponentieller Prozess: Am Anfang wirkt er unscheinbar, am Ende explodiert die Kurve.
Weil die Zeit der wichtigste Hebel ist, holt jemand, der mit 25 kleine Beträge spart, am Ende oft mehr heraus als jemand, der mit 40 doppelt so viel einzahlt. Die ersten Euro haben am längsten Zeit zu arbeiten — sie tragen den größten Teil des Endvermögens. Kurz: Beim Zinseszins zählt weniger, wie viel du sparst, sondern vor allem, wie lange.
Der ETF-Sparplan ist der einfachste Weg, den Zinseszins für dich arbeiten zu lassen — schon ab kleinen Beträgen.
Der Rechner kombiniert zwei Formeln und rechnet monatlich – so, wie Sparpläne tatsächlich laufen:
Startkapital: Endwert = Startkapital × (1 + i)n
Sparraten: Endwert = Rate × ((1 + i)n − 1) ÷ ii = Zinssatz pro Monat (Jahreszins ÷ 12), n = Anzahl der Monate (Jahre × 12). Das Endkapital ist die Summe aus beiden Teilen.
Beispiel: 1.000 € Startkapital, 200 € monatlich, 5 % Zinsen pro Jahr, 20 Jahre Laufzeit.
Gleiche 200 € im Monat, 5 % Zinsen, unterschiedliche Laufzeit — so verändert sich das Ergebnis (ohne Startkapital):
| Laufzeit | Eingezahlt | Endkapital | Zinsertrag |
|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 24.000 € | 31.056 € | 7.056 € |
| 20 Jahre | 48.000 € | 82.207 € | 34.207 € |
| 30 Jahre | 72.000 € | 166.452 € | 94.452 € |
| 40 Jahre | 96.000 € | 305.204 € | 209.204 € |
Nach 40 Jahren ist der Zinsertrag mehr als doppelt so groß wie alle Einzahlungen zusammen — das ist der Zinseszins-Effekt in Zahlen.
Beim Zinseszins werden bereits gutgeschriebene Zinsen im nächsten Zeitraum selbst wieder verzinst. So wachsen nicht nur deine Einzahlungen, sondern auch deine bisherigen Erträge — der Effekt beschleunigt sich mit der Zeit.
Für ein einmaliges Startkapital gilt: Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz) hoch Anzahl der Jahre. Bei regelmäßigen Sparraten kommt die Rentenformel hinzu, die jede Rate bis zum Ende weiterverzinst.
Weil der Effekt exponentiell wirkt: Je länger das Geld liegt, desto größer der Anteil der Zinsen auf Zinsen. Wer früh anfängt, holt mit kleineren Beträgen am Ende mehr heraus als jemand, der spät mit großen Beträgen startet.
Das hängt von der Anlage ab. Tagesgeld liegt oft niedrig, breite Aktien-ETFs haben langfristig historisch rund 6 bis 8 % pro Jahr erzielt. Rechne eher konservativ und bedenke, dass Renditen schwanken und nicht garantiert sind.