Das Geldvermögen der Haushalte steht auf einem Rekord — rechnerisch über 110.000 Euro pro Kopf. Trotzdem fühlt sich kaum jemand so reich. Der Grund steckt in einer einzigen Zahl: dem Unterschied zwischen Durchschnitt und Mitte. Hier siehst du die echten Werte und wie viel wirklich sinnvoll auf dem Konto liegt.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Geldvermögensbildung, 3. Quartal 2025. Pro-Kopf-Wert = Gesamtvermögen geteilt durch rund 84 Mio. Einwohner (rechnerischer Mittelwert).
Geldvermögen ist nicht dasselbe wie „Geld auf dem Konto". Die Bundesbank zählt dazu: Bargeld und Bankeinlagen (Girokonto, Tagesgeld, Sparbuch), Wertpapiere (Aktien, Fonds, Anleihen) sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionskassen (z. B. Lebens- und Rentenversicherungen). Immobilien sind nicht enthalten — die zählen zum Sachvermögen.
„Auf dem Konto" im engeren Sinn — also sofort verfügbar als Bargeld oder Einlage — liegt nur gut ein Drittel des Geldvermögens. Rechnerisch sind das grob 40.000 Euro pro Kopf. Klingt viel? Dann kommt jetzt der wichtige Teil.
Der Pro-Kopf-Durchschnitt von gut 110.000 Euro ist ein Mittelwert — und der wird durch sehr vermögende Haushalte massiv nach oben gezogen. Die Bundesbank-Zahlen zeigen es deutlich:
| Gruppe | Anteil am Geldvermögen |
|---|---|
| reichste 10 % der Haushalte | ~ 50 % |
| untere ~20 Mio. Haushalte | ~ 8 % |
Wenn die Hälfte des gesamten Geldvermögens einem Zehntel der Haushalte gehört, dann sagt der Durchschnitt über den „normalen" Menschen wenig aus. Der Median — der Wert genau in der Mitte — liegt deshalb weit unter dem Durchschnitt. Anders gesagt: Wer spürbar weniger als 110.000 Euro hat, ist völlig normal und die klare Mehrheit.
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Mehr auf dem Girokonto zu horten ist selten sinnvoll. Zwei einfache Leitplanken:
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Rund 9,4 Billionen Euro (Bundesbank, Q3 2025) — ein Rekord. Dazu zählen Bargeld, Einlagen, Wertpapiere und Ansprüche gegenüber Versicherungen; Immobilien nicht.
Rechnerisch gut 110.000 € Geldvermögen pro Kopf, davon etwa ein Drittel (grob 40.000 €) als Bargeld und Einlagen. Das ist ein Mittelwert und durch sehr Reiche verzerrt — die typische Person hat deutlich weniger.
Weil die reichsten 10 % rund die Hälfte des Geldvermögens besitzen. Der Median liegt daher weit unter dem Durchschnitt.
Als Reserve 3–6 Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto. Deutlich mehr muss dort nicht liegen — größeres Guthaben verliert durch Inflation. Allgemeine Orientierung, keine Anlageberatung.