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Durchschnittsvermögen nach Alter: Wie viel ist „normal" — und wo stehst du?

„Wie viel Vermögen sollte ich mit 30, 40 oder 50 haben?" — die ehrliche Antwort: Es gibt kein Soll. Aber es gibt belastbare Vergleichswerte. Hier findest du das mittlere Nettovermögen nach Altersgruppe, den entscheidenden Unterschied zwischen Durchschnitt und Median und einen Weg, deine eigene Lage einzuordnen.

Stand: 2026 · Datenbasis: Deutsche Bundesbank, Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen" (PHF), Monatsbericht April 2025

Von Thierry Simon·Veröffentlicht 08.09.2026·Zuletzt geprüft 08.09.2026·Quellen & Methodik
103.200 €
Median-Nettovermögen aller Haushalte (2023)
324.800 €
Durchschnitt (Mittelwert) — durch Reiche verzerrt
~152.000 €
Median bei 55–64 Jahren (Höchststand)
~17.000 €
Median unter 35 Jahren

Quelle: Deutsche Bundesbank, PHF-Studie (Erhebung 2023, veröffentlicht Monatsbericht April 2025). Nettovermögen je Haushalt, gerundet.

Median-Nettovermögen nach Altersgruppe

Die folgende Tabelle zeigt das mittlere (Median-)Nettovermögen der Haushalte nach dem Alter der Hauptperson. Median heißt: Genau die Hälfte der Haushalte in dieser Gruppe besitzt weniger, die andere Hälfte mehr. Das Nettovermögen umfasst alles Vermögen (Konten, Wertpapiere, Immobilien, Sachwerte) abzüglich Schulden.

AltersgruppeMedian-Nettovermögen
unter 35 Jahre~ 17.000 €
35–44 Jahre~ 55.000 €
45–54 Jahre~ 110.000 €
55–64 Jahre~ 152.000 €
65 Jahre und älter~ 185.000 €
alle Haushalte103.200 €

Gerundete Median-Werte nach Bundesbank-PHF. Je nach Erhebung und Abgrenzung (Haushalt vs. Person) sind leichte Abweichungen möglich.

So liest du die Zahlen richtig: Das sind Haushalts-Werte und grobe Anhaltspunkte — kein Ziel, das du „erreichen musst". Wer jung ist, eine Immobilie finanziert oder in einer teuren Stadt lebt, liegt oft darunter, ohne etwas falsch zu machen. Nutze die Werte zur Einordnung, nicht zur Selbstkritik.

Der wichtigste Punkt: Median ≠ Durchschnitt

In den Schlagzeilen steht meist der Durchschnitt von rund 324.800 € — und viele denken dann: „So viel habe ich nie!" Der Haken: Der Durchschnitt wird von wenigen sehr reichen Haushalten massiv nach oben gezogen. Aussagekräftiger für die „normale Mitte" ist der Median von 103.200 €. Der Abstand von über 220.000 € zwischen beiden Werten ist selbst das beste Bild davon, wie ungleich Vermögen in Deutschland verteilt ist.

Deshalb gilt: Wenn du dich vergleichst, nimm den Median deiner Altersgruppe — nicht den Durchschnitt.

Wo stehst du konkret?

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Warum das Vermögen mit dem Alter steigt

Vermögen ist das Ergebnis von Zeit: sparen, Schulden tilgen, Immobilien abbezahlen und der Zinseszins über Jahrzehnte. Junge Haushalte starten oft mit wenig oder sogar negativem Vermögen (Studienkredit, Autokredit, frische Immobilienfinanzierung). Bis Mitte 60 wächst das mittlere Vermögen dann kontinuierlich, weil Kredite getilgt sind und Erspartes plus Wertsteigerungen sich aufsummieren. Im Ruhestand wird das Vermögen teils wieder aufgebraucht — bleibt im Median aber hoch, auch wegen abbezahlter Immobilien.

Was du daraus mitnehmen solltest

Die Vergleichszahl ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge — und die ist für fast jeden gleich:

Häufige Fragen

Wie viel Vermögen ist mit 30, 40 oder 50 normal?

Als Orientierung dienen die Median-Werte der Bundesbank: unter 35 rund 17.000 €, 35–44 rund 55.000 €, 45–54 rund 110.000 €, 55–64 rund 152.000 €. Das sind Haushaltswerte und grobe Anhaltspunkte, kein Soll.

Wie hoch ist das durchschnittliche Vermögen in Deutschland?

Der Durchschnitt lag 2023 bei rund 324.800 €, der Median aber nur bei 103.200 € (Bundesbank, PHF). Der Median ist die aussagekräftigere Zahl für die Mitte.

Warum unterscheiden sich Durchschnitt und Median so stark?

Der Durchschnitt wird von wenigen sehr reichen Haushalten nach oben verzerrt. Der Median ist der mittlere Wert: Die eine Hälfte besitzt weniger, die andere mehr — bei Vermögen liegt er deshalb weit unter dem Durchschnitt.

Zählt das Vermögen pro Person oder pro Haushalt?

Die Bundesbank-Werte sind Haushalts-Nettovermögen (alle Vermögenswerte minus Schulden, nach Alter der Hauptperson). Bei Paaren verteilt sich das Vermögen also rechnerisch auf zwei Personen.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information auf Basis offizieller Statistiken (Deutsche Bundesbank, PHF-Studie) — keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Vermögenswerte sind gerundete Median-Angaben und können je nach Quelle und Abgrenzung abweichen. Angaben ohne Gewähr.