„Wie viel Vermögen sollte ich mit 30, 40 oder 50 haben?" — die ehrliche Antwort: Es gibt kein Soll. Aber es gibt belastbare Vergleichswerte. Hier findest du das mittlere Nettovermögen nach Altersgruppe, den entscheidenden Unterschied zwischen Durchschnitt und Median und einen Weg, deine eigene Lage einzuordnen.
Quelle: Deutsche Bundesbank, PHF-Studie (Erhebung 2023, veröffentlicht Monatsbericht April 2025). Nettovermögen je Haushalt, gerundet.
Die folgende Tabelle zeigt das mittlere (Median-)Nettovermögen der Haushalte nach dem Alter der Hauptperson. Median heißt: Genau die Hälfte der Haushalte in dieser Gruppe besitzt weniger, die andere Hälfte mehr. Das Nettovermögen umfasst alles Vermögen (Konten, Wertpapiere, Immobilien, Sachwerte) abzüglich Schulden.
| Altersgruppe | Median-Nettovermögen |
|---|---|
| unter 35 Jahre | ~ 17.000 € |
| 35–44 Jahre | ~ 55.000 € |
| 45–54 Jahre | ~ 110.000 € |
| 55–64 Jahre | ~ 152.000 € |
| 65 Jahre und älter | ~ 185.000 € |
| alle Haushalte | 103.200 € |
Gerundete Median-Werte nach Bundesbank-PHF. Je nach Erhebung und Abgrenzung (Haushalt vs. Person) sind leichte Abweichungen möglich.
In den Schlagzeilen steht meist der Durchschnitt von rund 324.800 € — und viele denken dann: „So viel habe ich nie!" Der Haken: Der Durchschnitt wird von wenigen sehr reichen Haushalten massiv nach oben gezogen. Aussagekräftiger für die „normale Mitte" ist der Median von 103.200 €. Der Abstand von über 220.000 € zwischen beiden Werten ist selbst das beste Bild davon, wie ungleich Vermögen in Deutschland verteilt ist.
Deshalb gilt: Wenn du dich vergleichst, nimm den Median deiner Altersgruppe — nicht den Durchschnitt.
Gib dein Vermögen ein und sieh in Sekunden, zu welchen oberen Prozent deiner Altersgruppe du gehörst.
Vermögen ist das Ergebnis von Zeit: sparen, Schulden tilgen, Immobilien abbezahlen und der Zinseszins über Jahrzehnte. Junge Haushalte starten oft mit wenig oder sogar negativem Vermögen (Studienkredit, Autokredit, frische Immobilienfinanzierung). Bis Mitte 60 wächst das mittlere Vermögen dann kontinuierlich, weil Kredite getilgt sind und Erspartes plus Wertsteigerungen sich aufsummieren. Im Ruhestand wird das Vermögen teils wieder aufgebraucht — bleibt im Median aber hoch, auch wegen abbezahlter Immobilien.
Die Vergleichszahl ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge — und die ist für fast jeden gleich:
Als Orientierung dienen die Median-Werte der Bundesbank: unter 35 rund 17.000 €, 35–44 rund 55.000 €, 45–54 rund 110.000 €, 55–64 rund 152.000 €. Das sind Haushaltswerte und grobe Anhaltspunkte, kein Soll.
Der Durchschnitt lag 2023 bei rund 324.800 €, der Median aber nur bei 103.200 € (Bundesbank, PHF). Der Median ist die aussagekräftigere Zahl für die Mitte.
Der Durchschnitt wird von wenigen sehr reichen Haushalten nach oben verzerrt. Der Median ist der mittlere Wert: Die eine Hälfte besitzt weniger, die andere mehr — bei Vermögen liegt er deshalb weit unter dem Durchschnitt.
Die Bundesbank-Werte sind Haushalts-Nettovermögen (alle Vermögenswerte minus Schulden, nach Alter der Hauptperson). Bei Paaren verteilt sich das Vermögen also rechnerisch auf zwei Personen.