Durchschnittliche Miete in Deutschland: Was zahlt man pro Quadratmeter?

Zahlst du zu viel — oder ist deine Miete ein Schnäppchen? Hier stehen die aktuellen Durchschnittswerte pro Quadratmeter, nach laufenden Verträgen, Neuvermietung, Stadtgröße und Region.

Stand 2025/2026 · Quellen: Deutschlandatlas (BBSR), immowelt-Mietspiegel, Statistisches Bundesamt · Werte nettokalt, gerundet

Von Thierry Simon·Veröffentlicht 09.09.2026·Zuletzt geprüft 09.09.2026·Quellen & Methodik
7,28 €
Bestandsmiete Ø (laufende Verträge, €/m²)
9,66 €
Angebotsmiete Ø (Neuvermietung, €/m²)
13,43 €
Angebot in den 14 größten Städten (€/m²)

Der entscheidende Unterschied: Bestand vs. Angebot

„Die durchschnittliche Miete" gibt es nicht als eine Zahl — es kommt darauf an, wen man fragt. Wer seit Jahren in seiner Wohnung wohnt, zahlt im Schnitt rund 7,28 € pro Quadratmeter nettokalt (Bestandsmiete). Wer heute neu sucht, zahlt für inserierte Wohnungen im Schnitt 9,66 € pro Quadratmeter (Angebotsmiete) — also rund ein Drittel mehr.

Genau hier täuschen sich viele: Man vergleicht die eigene, oft alte Miete mit dem Markt und unterschätzt, wie teuer ein Umzug heute wäre. Für eine 70-m²-Wohnung heißt das grob: rund 510 € nettokalt im Bestand gegenüber rund 675 € bei Neuvermietung — und in München eher 1.585 €.

Miete nach Stadtgröße

Je größer die Stadt, desto teurer der Quadratmeter — die Spanne ist enorm:

LageAngebotsmiete Ø (€/m²)
14 größte Städte (> 500.000 Ew.)13,43 €
Kleinere/mittlere Großstädte9,59 €
Landkreise & kleine Städte8,92 €
Ländliche Regionen (Teil davon)< 7,00 €

Angebotsmieten (nettokalt) neu inserierter Wohnungen · Quelle: Deutschlandatlas (BBSR). In nur noch etwa einem Sechstel der Landkreise liegen die Angebotsmieten unter 7 €/m² — meist ländliche Regionen mit sinkender Einwohnerzahl.

Die teuersten Städte

An der Spitze steht mit Abstand München; danach folgen die Finanz- und Hauptstadtmetropolen:

München22,64 €
Frankfurt a. M.19,62 €
Berlin18,29 €
Großstädte Ø13,43 €
Deutschland (Angebot)9,66 €

Angebotsmiete €/m² nettokalt · Quelle: immowelt-Mietspiegel / Marktdaten 2025/2026

Wie viel Miete ist „normal"?

Als grobe Faustregel gilt: höchstens rund 30 % des Nettoeinkommens für die Warmmiete. Bei 2.400 € netto wären das etwa 720 € warm. In teuren Städten ist das für viele kaum zu halten — dort fließt oft 35–45 % des Einkommens in die Miete. Ob Kaufen langfristig günstiger wäre als Mieten, hängt stark von Preis, Zins und Haltedauer ab; das rechnest du am besten konkret durch.

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Was heißt das für dich?

Drei Dinge lohnt es sich zu merken. Erstens: Deine Bestandsmiete sagt wenig über den heutigen Markt — bei einem Umzug drohen deutlich höhere Kosten. Zweitens entscheidet vor allem die Lage: Zwischen München und einem ländlichen Landkreis liegt der Faktor drei. Drittens ist die Miete meist der größte Posten im Haushalt — wer die 30-%-Marke hält, hat mehr Luft zum Sparen. Wie sich deine Ausgaben insgesamt einordnen, zeigt der Ratgeber Lebenshaltungskosten in Deutschland.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die durchschnittliche Miete in Deutschland?

Bestandsmieten (laufende Verträge) liegen im Schnitt bei rund 7,28 € pro Quadratmeter nettokalt. Neu inserierte Wohnungen (Angebotsmiete) kosten im Schnitt rund 9,66 €/m², in den 14 größten Städten rund 13,43 €/m².

Was ist der Unterschied zwischen Bestands- und Angebotsmiete?

Die Bestandsmiete ist das, was Mieter in laufenden Verträgen zahlen — oft seit Jahren und daher günstiger. Die Angebotsmiete ist der Preis neu inserierter Wohnungen und spiegelt den aktuellen Markt. Wer neu sucht, zahlt deshalb meist spürbar mehr.

In welcher Stadt ist die Miete am teuersten?

München (rund 22,64 €/m² Angebot) vor Frankfurt am Main (19,62 €) und Berlin (18,29 €). Am günstigsten sind ländliche Landkreise mit Angebotsmieten unter 7 €/m².

Wie viel Miete ist normal — wie viel vom Einkommen?

Faustregel: nicht mehr als etwa 30 % des Nettoeinkommens für die Warmmiete. Bei 2.400 € netto wären das rund 720 € warm. In teuren Großstädten liegt die Belastung vieler Haushalte allerdings deutlich höher.

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Alle Angaben beruhen auf öffentlichen Miet- und Marktdaten (Deutschlandatlas/BBSR, immowelt-Mietspiegel, Statistisches Bundesamt), Stand 2025/2026; Werte nettokalt und gerundet. Regionale und individuelle Mieten weichen je nach Lage, Baujahr und Ausstattung stark ab. Keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung, Angaben ohne Gewähr.