Zahlst du zu viel — oder ist deine Miete ein Schnäppchen? Hier stehen die aktuellen Durchschnittswerte pro Quadratmeter, nach laufenden Verträgen, Neuvermietung, Stadtgröße und Region.
„Die durchschnittliche Miete" gibt es nicht als eine Zahl — es kommt darauf an, wen man fragt. Wer seit Jahren in seiner Wohnung wohnt, zahlt im Schnitt rund 7,28 € pro Quadratmeter nettokalt (Bestandsmiete). Wer heute neu sucht, zahlt für inserierte Wohnungen im Schnitt 9,66 € pro Quadratmeter (Angebotsmiete) — also rund ein Drittel mehr.
Genau hier täuschen sich viele: Man vergleicht die eigene, oft alte Miete mit dem Markt und unterschätzt, wie teuer ein Umzug heute wäre. Für eine 70-m²-Wohnung heißt das grob: rund 510 € nettokalt im Bestand gegenüber rund 675 € bei Neuvermietung — und in München eher 1.585 €.
Je größer die Stadt, desto teurer der Quadratmeter — die Spanne ist enorm:
| Lage | Angebotsmiete Ø (€/m²) |
|---|---|
| 14 größte Städte (> 500.000 Ew.) | 13,43 € |
| Kleinere/mittlere Großstädte | 9,59 € |
| Landkreise & kleine Städte | 8,92 € |
| Ländliche Regionen (Teil davon) | < 7,00 € |
Angebotsmieten (nettokalt) neu inserierter Wohnungen · Quelle: Deutschlandatlas (BBSR). In nur noch etwa einem Sechstel der Landkreise liegen die Angebotsmieten unter 7 €/m² — meist ländliche Regionen mit sinkender Einwohnerzahl.
An der Spitze steht mit Abstand München; danach folgen die Finanz- und Hauptstadtmetropolen:
Als grobe Faustregel gilt: höchstens rund 30 % des Nettoeinkommens für die Warmmiete. Bei 2.400 € netto wären das etwa 720 € warm. In teuren Städten ist das für viele kaum zu halten — dort fließt oft 35–45 % des Einkommens in die Miete. Ob Kaufen langfristig günstiger wäre als Mieten, hängt stark von Preis, Zins und Haltedauer ab; das rechnest du am besten konkret durch.
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Drei Dinge lohnt es sich zu merken. Erstens: Deine Bestandsmiete sagt wenig über den heutigen Markt — bei einem Umzug drohen deutlich höhere Kosten. Zweitens entscheidet vor allem die Lage: Zwischen München und einem ländlichen Landkreis liegt der Faktor drei. Drittens ist die Miete meist der größte Posten im Haushalt — wer die 30-%-Marke hält, hat mehr Luft zum Sparen. Wie sich deine Ausgaben insgesamt einordnen, zeigt der Ratgeber Lebenshaltungskosten in Deutschland.
Bestandsmieten (laufende Verträge) liegen im Schnitt bei rund 7,28 € pro Quadratmeter nettokalt. Neu inserierte Wohnungen (Angebotsmiete) kosten im Schnitt rund 9,66 €/m², in den 14 größten Städten rund 13,43 €/m².
Die Bestandsmiete ist das, was Mieter in laufenden Verträgen zahlen — oft seit Jahren und daher günstiger. Die Angebotsmiete ist der Preis neu inserierter Wohnungen und spiegelt den aktuellen Markt. Wer neu sucht, zahlt deshalb meist spürbar mehr.
München (rund 22,64 €/m² Angebot) vor Frankfurt am Main (19,62 €) und Berlin (18,29 €). Am günstigsten sind ländliche Landkreise mit Angebotsmieten unter 7 €/m².
Faustregel: nicht mehr als etwa 30 % des Nettoeinkommens für die Warmmiete. Bei 2.400 € netto wären das rund 720 € warm. In teuren Großstädten liegt die Belastung vieler Haushalte allerdings deutlich höher.