Inflation bedeutet, dass die Preise allgemein steigen — für dasselbe Geld bekommst du also weniger. Dein Geld verliert an Kaufkraft.
Ein Beispiel: Kostet ein Einkauf heute 100 € und steigen die Preise um 3 % pro Jahr, kostet derselbe Einkauf ein Jahr später 103 €. Hast du dein Geld nur zu Hause oder auf einem Konto ohne Zinsen liegen, kannst du dir danach weniger davon leisten — obwohl der Betrag gleich geblieben ist.
Gemessen wird die Inflation in Deutschland über den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts, der einen typischen „Warenkorb“ beobachtet. Ein wenig Inflation (rund 2 %) gilt als normal und sogar gewollt; sehr hohe Inflation ist dagegen ein Problem.
Der stille Vermögensverlust durch Inflation trifft vor allem Geld, das unverzinst herumliegt. Um die Kaufkraft zu erhalten, muss eine Anlage nach Kosten und Steuern mindestens so viel Rendite bringen wie die Inflationsrate. Sachwerte wie breit gestreute Aktien gelten langfristig als ein möglicher Inflationsschutz — mit entsprechenden Schwankungen.
Nein. Eine niedrige, stabile Inflation (um die 2 %) gilt als Zeichen einer gesunden Wirtschaft. Problematisch wird es bei sehr hoher Inflation oder wenn Löhne und Zinsen nicht mithalten.
Inflation ist steigender Preisdurchschnitt. Deflation ist das Gegenteil — sinkende Preise. Auch Deflation kann gefährlich sein, weil Menschen Käufe aufschieben und die Wirtschaft bremsen.
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