Ein ETF (englisch „Exchange Traded Fund“, also börsengehandelter Fonds) ist ein Korb aus vielen Wertpapieren, der einen Index wie den MSCI World nachbildet und an der Börse gehandelt wird.
Statt eine einzelne Aktie zu kaufen, kaufst du mit einem ETF-Anteil einen kleinen Teil an sehr vielen Unternehmen gleichzeitig. Ein ETF auf den Index MSCI World enthält zum Beispiel Aktien von rund 1.500 großen Firmen aus Industrieländern. Diese breite Streuung senkt dein Risiko: Läuft ein Unternehmen schlecht, fangen die anderen das ab.
ETFs sind passiv — sie versuchen nicht, den Markt zu schlagen, sondern ihn nur abzubilden. Weil kein teures Fondsmanagement nötig ist, sind die laufenden Kosten sehr niedrig (oft unter 0,3 % pro Jahr). Das ist der Hauptgrund, warum ETFs bei Privatanlegern so beliebt sind.
Drei Eigenschaften machen ETFs besonders einsteigerfreundlich: breite Streuung (viele Firmen auf einmal), niedrige Kosten und einfacher Zugang über einen Sparplan ab kleinen Beträgen. Wichtig bleibt: Kurse schwanken, auch mal kräftig nach unten. ETFs eignen sich deshalb für langfristiges Anlegen, nicht für schnelles Geld.
Durch die breite Streuung ist ein ETF weniger riskant als eine Einzelaktie, aber die Kurse schwanken trotzdem und können fallen. Sicher wie ein Sparkonto ist er nicht — dafür sind die langfristigen Chancen höher. Das ist keine Anlageberatung.
Die laufenden Kosten (TER) liegen meist zwischen 0,05 % und 0,5 % pro Jahr. Dazu können beim Kauf kleine Ordergebühren des Brokers kommen — ETF-Sparpläne sind bei vielen Anbietern aber kostenlos.
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