Terry Smith gilt als „britischer Warren Buffett". Mit seinem Fonds Fundsmith folgt er einer bestechend einfachen Regel: gute Unternehmen kaufen, nicht zu viel bezahlen — und dann möglichst nichts tun. Hier siehst du sein gemeldetes US-Portfolio, die letzten Bewegungen und was du dir von seinem geduldigen Qualitäts-Stil abschauen kannst.
Quelle: U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Formular 13F-HR von Fundsmith LLP, Stichtag 30.06.2026, eingereicht am 14.08.2026. Werte in US-Dollar, gerundet. Nur US-notierte Positionen.
Anders als Ackman streut Terry Smith breiter und gleichmäßiger — keine Position ist größer als rund 7 %. Auffällig ist der Fokus auf Marken, Gesundheit und Zahlungsdienste: verständliche Geschäfte, die verlässlich Geld verdienen.
| # | Aktie | Branche | Anteil | Wert | Q2 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Marriott | Hotels | 7,0 % | 958 Mio $ | reduziert |
| 2 | Stryker | Medizintechnik | 6,7 % | 917 Mio $ | gehalten |
| 3 | Waters | Labortechnik | 6,3 % | 853 Mio $ | reduziert |
| 4 | Visa | Finanzen | 5,1 % | 693 Mio $ | reduziert |
| 5 | Uber | Mobilität/Tech | 4,7 % | 645 Mio $ | neu |
| 6 | Mastercard | Finanzen | 4,7 % | 639 Mio $ | neu |
| 7 | Alphabet (Google) | Kommunikation | 4,6 % | 634 Mio $ | reduziert |
| 8 | Church & Dwight | Konsumgüter | 4,6 % | 626 Mio $ | gehalten |
| 9 | Procter & Gamble | Konsumgüter | 4,4 % | 598 Mio $ | gehalten |
| 10 | Microsoft | Technologie | 4,4 % | 596 Mio $ | reduziert |
Anteile bezogen auf den gemeldeten US-Aktienwert. Quelle: SEC-13F, Stichtag 30.06.2026. Nur US-Positionen.
Im 2. Quartal 2026 hat Fundsmith ungewöhnlich viel bewegt (für Terry Smith): mehrere neue Positionen, dazu Gewinnmitnahmen bei langjährigen Favoriten.
| Bewegung | Positionen |
|---|---|
| Neu gekauft | Uber, Mastercard (dazu u. a. Netflix, Taiwan Semiconductor, GE Vernova) |
| Reduziert | Visa, Waters, Marriott, Alphabet, Microsoft |
| Komplett verkauft | Mettler-Toledo, Zoetis, Otis, Home Depot, Qualys, Catalyst Pharma |
Neutral eingeordnet: etwas mehr Zahlungs- und Technologie-Titel, Gewinnmitnahmen bei einigen Dauerläufern. Für Terry Smiths sonst sehr ruhigen Stil ist das schon viel Bewegung.
Seine gesamte Philosophie passt in drei Sätze, die er selbst immer wieder nennt:
Für Smith sind das Firmen mit hoher Kapitalrendite — also Unternehmen, die aus jedem investierten Euro besonders viel Gewinn holen, ohne ständig teures neues Kapital zu brauchen. Starke Marken, treue Kunden, verlässliche Nachfrage. Banken, stark verschuldete oder kapitalintensive Firmen meidet er bewusst.
Auch das beste Unternehmen kann eine schlechte Investition sein, wenn der Preis zu hoch ist. Smith achtet auf eine vernünftige Bewertung — kauft aber lieber ein hervorragendes Unternehmen zu einem fairen Preis als ein mittelmäßiges zum Schnäppchenpreis.
Sein vielleicht wichtigster Grundsatz: Hat man gute Unternehmen zu einem vernünftigen Preis, ist ständiges Handeln schädlich — es kostet Gebühren, Steuern und Nerven. Smith hält Positionen oft über viele Jahre und handelt bewusst wenig.
Terry Smith ist gerade für Einsteiger lehrreich, weil seine Prinzipien schlicht und übertragbar sind:
Terry Smiths „Do nothing" lässt sich am einfachsten mit einem breiten Sparplan leben. Sieh, was Zeit und Zinseszins daraus machen.
Laut 13F für Q2 2026 umfasst das gemeldete US-Portfolio 41 Aktien im Wert von rund 13,65 Mrd $. Die größten: Marriott (7,0 %), Stryker (6,7 %), Waters (6,3 %), Visa (5,1 %) und Uber (4,7 %). Die Meldung zeigt nur US-Aktien — der globale Fonds hält zusätzlich Titel außerhalb der USA.
Weil er eine ähnliche Philosophie verfolgt: hochwertige, verständliche Unternehmen mit dauerhaftem Vorteil kaufen und sehr lange halten. Sein Motto: gute Unternehmen kaufen, nicht zu viel bezahlen, nichts tun. Wie Buffett meidet er komplizierte, kapitalintensive oder verschuldete Firmen.
In Unternehmen mit hoher Kapitalrendite, starken Marken, stabilen Gewinnen und geringem Kapitalbedarf investieren — und diese langfristig halten. Terry Smiths drei Regeln fassen es zusammen: gute Unternehmen kaufen, nicht überbezahlen, wenig handeln. Keine Anlageberatung.
Nein. Die 13F-Pflicht erfasst nur US-notierte Aktien. Der Fundsmith Equity Fund ist global und hält auch Unternehmen außerhalb der USA, die hier nicht auftauchen. Die Daten sind zudem bis zu 45 Tage verzögert.