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Warren Buffett Portfolio 2026: Alle Berkshire-Aktien — und die Strategie dahinter

Warren Buffett gilt als erfolgreichster Investor der Welt. Über seine Firma Berkshire Hathaway verwaltet er ein Aktienportfolio von rund 299 Milliarden US-Dollar. Hier siehst du, welche Aktien darin stecken, was sich zuletzt geändert hat — und, viel wichtiger, welche Prinzipien dahinterstehen und was du als normaler Anleger daraus lernen kannst.

Stand: SEC-13F für das 2. Quartal 2026 · Stichtag 30.06.2026 · veröffentlicht 14.08.2026

Von Thierry Simon·Veröffentlicht 07.09.2026·Zuletzt geprüft 07.09.2026·Quellen & Methodik
Wichtig vorab — bitte lies das zuerst: Diese Seite ist reine Information und Finanzbildung, keine Anlageberatung und keine Kaufempfehlung. Die Daten stammen aus der gesetzlichen 13F-Pflichtmeldung an die US-Börsenaufsicht SEC. Sie sind bis zu 45 Tage verzögert und zeigen nur US-Aktien — keine Anleihen, kein Bargeld, keine Short- oder Auslandspositionen. Es ist also eine verzögerte, unvollständige Momentaufnahme, kein aktuelles Echtzeit-Depot.
299 Mrd $
Wert des gemeldeten Aktienportfolios
29
gemeldete Aktienpositionen
22,0 %
größte Position: Apple
~91 %
stecken in den Top-10-Werten

Quelle: U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Formular 13F-HR von Berkshire Hathaway Inc., Stichtag 30.06.2026, eingereicht am 14.08.2026. Werte in US-Dollar, gerundet.

Das Portfolio auf einen Blick: die 10 größten Positionen

Buffetts Depot ist bewusst konzentriert: Rund 91 % des Werts stecken in nur zehn Aktien, allein Apple macht mehr als ein Fünftel aus. Das ist typisch für seinen Stil — lieber wenige Unternehmen, die er wirklich versteht, als breite Streuung über hunderte Titel.

#AktieBrancheAnteilWertQ2
1AppleTechnologie22,0 %66,0 Mrd $unverändert
2American ExpressFinanzen17,1 %51,3 Mrd $unverändert
3Alphabet (Google)Kommunikation12,6 %37,8 Mrd $aufgestockt
4Coca-ColaKonsumgüter10,9 %32,5 Mrd $unverändert
5Bank of AmericaFinanzen9,2 %27,5 Mrd $reduziert
6ChevronEnergie4,7 %14,0 Mrd $unverändert
7Occidental PetroleumEnergie4,3 %12,9 Mrd $unverändert
8ChubbVersicherung3,9 %11,7 Mrd $unverändert
9Moody'sFinanzen3,7 %11,2 Mrd $unverändert
10Kraft HeinzKonsumgüter2,6 %7,7 Mrd $unverändert

Alphabet wird in zwei Aktienklassen gehalten (Class A und Class C); beide sind hier zusammengefasst. Anteile bezogen auf den gemeldeten Aktienwert. Quelle: SEC-13F, Stichtag 30.06.2026.

Warum so viel Apple? Für Buffett ist Apple weniger ein Tech-Konzern als eine der stärksten Konsummarken der Welt — mit treuen Kunden, hoher Preissetzungsmacht und enormem Barmittelzufluss. Genau solche „Burggraben"-Eigenschaften sucht er. Das erklärt, warum eine einzelne Aktie über 20 % des Depots ausmachen darf.

Die größten Veränderungen im letzten Quartal (Q2 2026)

13F-Meldungen zeigen auch, was sich gegenüber dem Vorquartal bewegt hat. Im 2. Quartal 2026 fiel vor allem eines auf: Berkshire hat kräftig Alphabet (Google) zugekauft — die Position wuchs um rund 45 % auf etwa 37,8 Mrd $ und ist damit zur drittgrößten aufgestiegen. Gleichzeitig baute Berkshire mehrere Finanzwerte ab.

BewegungPositionen
AufgestocktAlphabet/Google (+45 %), Delta Air Lines (+44 %), Lennar (+25 %), New York Times
Neu gekauftLouisiana-Pacific, Macy's, D.R. Horton (jeweils kleine Positionen)
ReduziertBank of America (−6 %), Capital One (−58 %), Nucor (−52 %), Kroger (−22 %), DaVita, Ally Financial
Komplett verkauftConstellation Brands

Die Richtung lässt sich neutral so zusammenfassen: etwas mehr Gewicht auf Technologie (Alphabet), etwas weniger auf einzelne Bank- und Finanzwerte. Was dahintersteckt, verrät die 13F-Meldung nicht — sie zeigt nur, was gehalten wird, nicht warum.

Zur Einordnung: Seit Anfang 2026 führt Greg Abel Berkshire Hathaway als Vorstandschef; Warren Buffett bleibt Verwaltungsratsvorsitzender und prägt die Anlagephilosophie weiter. Einzelentscheidungen im Depot treffen traditionell Buffett und seine langjährigen Investmentmanager gemeinsam.

Buffetts Strategie — einfach erklärt

Man muss Buffetts Depot nicht nachkaufen, um von ihm zu lernen. Spannender sind die Prinzipien, nach denen er seit über 60 Jahren investiert:

1. Value Investing: Unternehmen kaufen, nicht Kurse

Buffett betrachtet eine Aktie nicht als Zockerpapier, sondern als Anteil an einem echten Unternehmen. Er kauft, wenn der Preis unter dem liegt, was das Geschäft aus seiner Sicht wert ist — die sogenannte „Sicherheitsmarge". Dieses Denken hat er von seinem Lehrer Benjamin Graham übernommen.

2. Qualität statt Schnäppchen

Sein Partner Charlie Munger prägte den Leitsatz: „Ein wunderbares Unternehmen zu einem fairen Preis ist besser als ein mittelmäßiges zu einem wunderbaren Preis." Buffett sucht starke Marken, treue Kunden und stabile Gewinne — nicht das billigste Papier.

3. Der wirtschaftliche Burggraben

Ein „Burggraben" (englisch moat) ist ein dauerhafter Wettbewerbsvorteil, der Konkurrenten fernhält: eine starke Marke (Coca-Cola), ein Netzwerk (American Express) oder unverzichtbare Produkte (Apple). Je breiter der Graben, desto verlässlicher die Gewinne über Jahrzehnte.

4. Im Kreis der eigenen Kompetenz bleiben

Buffett investiert nur in Geschäfte, die er versteht. Lange mied er Technologiewerte komplett. Was er nicht durchdringt, lässt er aus — auch wenn andere damit gerade Geld verdienen.

5. Langfristig denken

Sein berühmter Satz: „Unsere Lieblingshaltedauer ist für immer." Er kauft, um zu besitzen, nicht um zu traden. Und er handelt antizyklisch: „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind — und gierig, wenn andere ängstlich sind."

Was du als Privatanleger daraus lernen kannst

Hier kommt der wichtigste Teil — und eine Ehrlichkeit, die viele überrascht: Buffett selbst rät den meisten Menschen davon ab, einzelne Aktien wie seine nachzukaufen. Sein Rat für Normalanleger ist ein breit gestreuter, kostengünstiger Indexfonds (ETF), zum Beispiel auf den US-Index S&P 500. Genau das hat er auch für das Erbe seiner Familie empfohlen.

Was du also mitnehmen kannst, ist nicht eine Einkaufsliste, sondern eine Denkweise:

Vom Prinzip zum Plan

Buffetts Rat für Normalanleger ist ein breiter, günstiger Index. Sieh, wie aus einer monatlichen Sparrate mit Zinseszins über die Jahre ein Vermögen wird.

ETF-Sparplan-Rechner →

Wie das Portfolio auf Branchen verteilt ist

Finanzen
34,6 %
Technologie
22,0 %
Kommunikation
14,8 %
Konsumgüter
14,2 %
Energie
9,0 %
Sonstige
5,4 %

Branchenanteile am gemeldeten Aktienwert, Stichtag 30.06.2026. Quelle: SEC-13F. Werte gerundet.

Häufige Fragen

Welche Aktien hat Warren Buffett aktuell im Depot?

Laut 13F-Meldung von Berkshire Hathaway für Q2 2026 (Stichtag 30.06.2026): 29 US-Aktienpositionen im Wert von rund 299 Mrd $. Die größten sind Apple (22,0 %), American Express (17,1 %), Alphabet/Google (12,6 %), Coca-Cola (10,9 %) und Bank of America (9,2 %). Diese Angaben sind bis zu 45 Tage verzögert und zeigen nur US-Aktien.

Was ist die 13F-Meldung — und wie aktuell sind die Daten?

Große US-Investoren mit über 100 Mio $ Aktienvermögen müssen ihre US-Aktienbestände jedes Quartal bei der US-Börsenaufsicht SEC offenlegen (Formular 13F), bis zu 45 Tage nach Quartalsende. Die Meldung zeigt nur US-Aktien-Long-Positionen — keine Anleihen, kein Cash, keine Short- oder Auslandspositionen. Es ist eine verzögerte, unvollständige Momentaufnahme.

Was ist Warren Buffetts Investment-Strategie?

Value Investing: verständliche, qualitativ starke Unternehmen mit dauerhaftem Wettbewerbsvorteil (Burggraben) zu einem fairen Preis kaufen und sehr lange halten. Kernprinzipien: nur investieren, was man versteht, langfristig denken, Qualität statt Trends, antizyklisch handeln. Allgemeine Erklärung, keine Anlageberatung.

Sollte ich einfach die Aktien von Warren Buffett nachkaufen?

Buffett selbst rät den meisten Privatanlegern davon ab und empfiehlt stattdessen einen breit gestreuten, günstigen Indexfonds (z. B. auf den S&P 500). Die 13F-Daten sind zudem verzögert und unvollständig — ein Nachbauen wäre ohnehin unzuverlässig. Wertvoller ist es, die Prinzipien zu verstehen. Keine Anlageberatung.

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