Bill Ackman ist einer der bekanntesten „aktivistischen" Investoren der Welt. Sein Fonds Pershing Square hält nur eine Handvoll Aktien — dafür jede in großem Umfang. Hier siehst du, welche das sind, was sich zuletzt geändert hat und was du dir von seinem konzentrierten Stil abschauen kannst (und was besser nicht).
Quelle: U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), Formular 13F-HR von Pershing Square Capital Management, Stichtag 30.06.2026, eingereicht am 14.08.2026. Werte in US-Dollar, gerundet.
Ackman ist das Gegenteil von breiter Streuung: Er hält nur 14 Aktien — und schon die zehn größten stecken so gut wie das gesamte Vermögen. Jede Position ist eine bewusste, große Wette auf ein Unternehmen, das er genau kennt.
| # | Aktie | Branche | Anteil | Wert | Q2 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Uber | Mobilität/Tech | 12,7 % | 2,5 Mrd $ | aufgestockt |
| 2 | Brookfield | Beteiligungen | 12,6 % | 2,4 Mrd $ | reduziert |
| 3 | Microsoft | Technologie | 11,9 % | 2,3 Mrd $ | aufgestockt |
| 4 | Amazon | Handel/Tech | 10,5 % | 2,0 Mrd $ | reduziert |
| 5 | Howard Hughes | Immobilien | 10,2 % | 2,0 Mrd $ | aufgestockt |
| 6 | Restaurant Brands | Gastronomie | 9,6 % | 1,9 Mrd $ | aufgestockt |
| 7 | Meta (Facebook) | Kommunikation | 9,3 % | 1,8 Mrd $ | aufgestockt |
| 8 | Visa | Finanzen | 5,8 % | 1,1 Mrd $ | neu |
| 9 | Mastercard | Finanzen | 5,6 % | 1,1 Mrd $ | neu |
| 10 | S&P Global | Finanzen | 5,4 % | 1,1 Mrd $ | neu |
Anteile bezogen auf den gemeldeten Aktienwert. Quelle: SEC-13F, Stichtag 30.06.2026.
Im 2. Quartal 2026 hat Ackman spürbar in Richtung Zahlungsdienstleister umgeschichtet: Mit Visa, Mastercard und S&P Global kamen gleich drei neue Finanz-Titel ins Depot, dazu Netflix. Gleichzeitig baute er bei Amazon deutlich ab.
| Bewegung | Positionen |
|---|---|
| Neu gekauft | Visa, Mastercard, S&P Global, Netflix |
| Aufgestockt | Howard Hughes (+48 %), Meta, Uber, Restaurant Brands, Microsoft |
| Reduziert | Amazon (−25 %), Brookfield, Hertz |
| Komplett verkauft | Alphabet (Google) |
Neutral eingeordnet: mehr Gewicht auf Zahlungs- und Finanzinfrastruktur, etwas weniger auf einzelne Mega-Tech-Werte. Das Warum verrät die 13F-Meldung nicht — sie zeigt nur die Bestände.
Während viele Fonds hunderte Aktien halten, kommt Ackman mit rund 14 aus. Die Idee: Man kann nur eine Handvoll Unternehmen wirklich in der Tiefe verstehen — also setzt man groß auf genau diese. Hohe Überzeugung, wenig Streuung.
Ackman sucht Firmen mit starken Marken, verlässlichen Cashflows und verständlichem Geschäftsmodell — Zahlungsnetzwerke (Visa, Mastercard), Marken-Gastronomie (Restaurant Brands) oder Plattformen (Uber). Nichts, dessen Zukunft reine Spekulation ist.
Als „aktivistischer" Investor kauft Ackman große Anteile und redet dann aktiv mit — etwa zu Strategie, Kosten oder Kapitalverwendung. Ziel ist es, den Wert des Unternehmens selbst mit zu heben. Das ist sein Markenzeichen — und für Privatanleger naturgemäß nicht nachahmbar.
Ackman hält Kernpositionen über Jahre, schichtet aber gezielt um, wenn sich eine These ändert. Er ist bekannt für einige spektakuläre Wetten — sowohl sehr erfolgreiche als auch teure Fehlschläge.
Ackmans konzentrierter Stil funktioniert für ihn — mit riesigem Team, tiefer Analyse und dem Einfluss, den Milliarden mit sich bringen. Für Normalanleger ist das kein Vorbild zum Nachbauen: 14 Aktien statt breiter Streuung bedeuten hohes Einzelwert-Risiko. Was du dagegen mitnehmen kannst:
Für die meisten ist ein breit gestreuter Sparplan der ruhigere Weg. Sieh, was mit Zinseszins daraus werden kann.
Laut 13F für Q2 2026 (Stichtag 30.06.2026) nur 14 US-Aktien im Wert von rund 19,5 Mrd $. Die größten: Uber (12,7 %), Brookfield (12,6 %), Microsoft (11,9 %), Amazon (10,5 %) und Howard Hughes (10,2 %). Angaben verzögert, nur US-Aktien.
Jemand, der einen großen Anteil an einem Unternehmen kauft und dann aktiv Einfluss auf Strategie und Management nimmt, um den Wert zu steigern. Ackman ist einer der bekanntesten. Für Privatanleger nicht nachahmbar — es braucht enorme Summen und Einfluss.
Wenige, sehr große Positionen (rund 14 Aktien) in einfachen, hochwertigen Unternehmen mit starken Marken und Cashflows, langfristig gehalten. Die Konzentration bedeutet hohe Überzeugung — und höheres Risiko. Keine Anlageberatung.
Sein Depot ist extrem konzentriert und damit riskant — für die wenigsten Privatanleger geeignet. Zudem sind 13F-Daten verzögert und unvollständig. Sinnvoller: das Prinzip (Qualität, Geduld, Fokus) verstehen. Keine Anlageberatung.