Wohngeld 2026: Der Zuschuss zur Miete

Wohngeld ist eine der am meisten übersehenen Hilfen: ein staatlicher Zuschuss zur Miete für Menschen mit kleinem Einkommen — auch wenn sie kein Bürgergeld bekommen. Hier steht, wer Anspruch hat, wie viel drin ist und wie du es beantragst.

Stand: 2026 · allgemeine Information, keine Rechts- oder Sozialberatung im Einzelfall

~ 300 €
durchschnittlicher Zuschuss / Monat
Wohngeld Plus
inkl. Heiz- & Klimakomponente
Antrag
bei der Wohngeldbehörde deiner Kommune

Was ist Wohngeld?

Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Wohnkosten vom Staat — für Menschen, die zwar ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten, aber bei der Miete Unterstützung brauchen. Es gibt zwei Formen: den Mietzuschuss für Mieter und den Lastenzuschuss für Eigentümer selbst genutzten Wohnraums. Seit der Wohngeld-Plus-Reform ist der Zuschuss deutlich höher und enthält zusätzlich eine Heizkosten- und eine Klimakomponente.

Wer hat Anspruch?

Anspruch haben Haushalte mit geringem, aber vorhandenem Einkommen, die ihre Wohnkosten nicht allein stemmen können. Wichtig zur Abgrenzung:

Wohngeld oder Bürgergeld?

Beides zusammen geht nicht. Grobe Faustregel: Reicht dein Einkommen für den Lebensunterhalt, aber nicht für die Miete, ist Wohngeld richtig. Reicht es auch für den Lebensunterhalt nicht, kommt eher Bürgergeld in Frage — dort ist die Miete bereits enthalten. Im Zweifel beide Möglichkeiten prüfen lassen.

Wie hoch ist das Wohngeld?

Eine feste Zahl gibt es nicht — die Höhe hängt von drei Faktoren ab: deinem Wohnort (Mietniveau), deinem Einkommen und deiner Miete/Haushaltsgröße. Im Schnitt liegt der Zuschuss bei rund 300 € im Monat, je nach Fall oft zwischen etwa 300 und 370 €. Am genauesten rechnet die Wohngeldbehörde — viele Kommunen und die offiziellen Wohngeldstellen bieten dafür Online-Rechner an.

So beantragst du Wohngeld

  1. Zuständige Stelle finden: die Wohngeldbehörde deiner Stadt/Gemeinde/Kreisverwaltung (oft beim Sozial- oder Wohnungsamt).
  2. Antrag holen: vor Ort oder online — viele Kommunen haben inzwischen digitale Anträge.
  3. Unterlagen sammeln: Einkommensnachweise, Mietvertrag, aktuelle Nebenkostenabrechnung.
  4. Früh stellen: Wohngeld wird ab dem Monat der Antragstellung gezahlt — also lieber früher als später beantragen.

Kostenlose Hilfe beim Antrag

Beim Ausfüllen helfen die Wohngeldstelle selbst sowie die Verbraucherzentrale und soziale Beratungsstellen — kostenlos. Weitere Hilfen findest du in unserer Rubrik Bürgergeld & knappes Budget.

Häufige Fragen

Wer hat Anspruch auf Wohngeld?

Haushalte mit kleinem Einkommen, die ihre Wohnkosten nicht allein tragen können und kein Bürgergeld/keine Grundsicherung beziehen. Mieter bekommen einen Mietzuschuss, Eigentümer einen Lastenzuschuss.

Wie hoch ist das Wohngeld 2026?

Im Schnitt rund 300 € im Monat, je nach Wohnort, Einkommen und Miete oft zwischen etwa 300 und 370 €. Enthält seit Wohngeld Plus auch eine Heiz- und Klimakomponente.

Wo beantrage ich Wohngeld?

Bei der Wohngeldbehörde deiner Kommune, oft beim Sozial- oder Wohnungsamt — häufig auch online.

Bekomme ich Wohngeld und Bürgergeld gleichzeitig?

Nein. Wer Bürgergeld bezieht, bekommt die Miete schon darüber. Wohngeld ist die Alternative, wenn kein Bürgergeld-Anspruch besteht.

Mehr zum Thema

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine, verständlich aufbereitete Informationen (Stand 2026) und ist keine Rechts- oder Sozialberatung im Einzelfall. Ob und in welcher Höhe Wohngeld zusteht, entscheidet allein die zuständige Wohngeldbehörde. Angaben ohne Gewähr.