Wohngeld 2026: Der Zuschuss zur Miete

Wohngeld ist eine der am meisten übersehenen Hilfen: ein staatlicher Zuschuss zur Miete für Menschen mit kleinem Einkommen — auch wenn sie kein Bürgergeld bekommen. Hier steht, wer Anspruch hat, wie viel drin ist und wie du es beantragst.

Stand: 2026 · allgemeine Information, keine Rechts- oder Sozialberatung im Einzelfall

Von Thierry Simon·Veröffentlicht 31.08.2026·Zuletzt geprüft 09.09.2026·Quellen & Methodik
~ 300 €
durchschnittlicher Zuschuss / Monat
Wohngeld Plus
inkl. Heiz- & Klimakomponente
Antrag
bei der Wohngeldbehörde deiner Kommune

Was ist Wohngeld?

Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Wohnkosten vom Staat — für Menschen, die zwar ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten, aber bei der Miete Unterstützung brauchen. Es gibt zwei Formen: den Mietzuschuss für Mieter und den Lastenzuschuss für Eigentümer selbst genutzten Wohnraums. Seit der Wohngeld-Plus-Reform ist der Zuschuss deutlich höher und enthält zusätzlich eine Heizkosten- und eine Klimakomponente.

Wer hat Anspruch?

Anspruch haben Haushalte mit geringem, aber vorhandenem Einkommen, die ihre Wohnkosten nicht allein stemmen können. Wichtig zur Abgrenzung:

Wohngeld oder Bürgergeld?

Beides zusammen geht nicht. Grobe Faustregel: Reicht dein Einkommen für den Lebensunterhalt, aber nicht für die Miete, ist Wohngeld richtig. Reicht es auch für den Lebensunterhalt nicht, kommt eher Bürgergeld in Frage — dort ist die Miete bereits enthalten. Im Zweifel beide Möglichkeiten prüfen lassen.

Wie hoch ist das Wohngeld?

Eine feste Zahl gibt es nicht — die Höhe hängt von drei Faktoren ab: deinem Wohnort (Mietniveau), deinem Einkommen und deiner Miete/Haushaltsgröße. Im Schnitt liegt der Zuschuss bei rund 300 € im Monat, je nach Fall oft zwischen etwa 300 und 370 €. Am genauesten rechnet die Wohngeldbehörde — viele Kommunen und die offiziellen Wohngeldstellen bieten dafür Online-Rechner an.

So beantragst du Wohngeld

  1. Zuständige Stelle finden: die Wohngeldbehörde deiner Stadt/Gemeinde/Kreisverwaltung (oft beim Sozial- oder Wohnungsamt).
  2. Antrag holen: vor Ort oder online — viele Kommunen haben inzwischen digitale Anträge.
  3. Unterlagen sammeln: Einkommensnachweise, Mietvertrag, aktuelle Nebenkostenabrechnung.
  4. Früh stellen: Wohngeld wird ab dem Monat der Antragstellung gezahlt — also lieber früher als später beantragen.

Kostenlose Hilfe beim Antrag

Beim Ausfüllen helfen die Wohngeldstelle selbst sowie die Verbraucherzentrale und soziale Beratungsstellen — kostenlos. Weitere Hilfen findest du in unserer Rubrik Bürgergeld & knappes Budget.

Häufige Fragen

Wer hat Anspruch auf Wohngeld?

Haushalte mit kleinem Einkommen, die ihre Wohnkosten nicht allein tragen können und kein Bürgergeld/keine Grundsicherung beziehen. Mieter bekommen einen Mietzuschuss, Eigentümer einen Lastenzuschuss.

Wie hoch ist das Wohngeld 2026?

Im Schnitt rund 300 € im Monat, je nach Wohnort, Einkommen und Miete oft zwischen etwa 300 und 370 €. Enthält seit Wohngeld Plus auch eine Heiz- und Klimakomponente.

Wo beantrage ich Wohngeld?

Bei der Wohngeldbehörde deiner Kommune, oft beim Sozial- oder Wohnungsamt — häufig auch online.

Bekomme ich Wohngeld und Bürgergeld gleichzeitig?

Nein. Wer Bürgergeld bezieht, bekommt die Miete schon darüber. Wohngeld ist die Alternative, wenn kein Bürgergeld-Anspruch besteht.

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Über den Autor — Thierry Simon
Gründer und Betreiber von FinanzRat. Sein Ziel: komplexe Finanzthemen für Menschen ohne Vorwissen verständlich machen. Die Inhalte stützen sich auf offizielle Primärquellen und werden regelmäßig auf Aktualität geprüft. FinanzRat ist unabhängig, arbeitet ohne Provisionen und gibt keine individuelle Anlageberatung. Quellen & Methodik → · Redaktionelle Grundsätze
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine, verständlich aufbereitete Informationen (Stand 2026) und ist keine Rechts- oder Sozialberatung im Einzelfall. Ob und in welcher Höhe Wohngeld zusteht, entscheidet allein die zuständige Wohngeldbehörde. Angaben ohne Gewähr.