Wenn du Geld sparst, kann es mit der Zeit von ganz allein mehr werden. Das Zauberwort heißt Zinsen — und der wichtigste Trick dahinter ist der Zinseszins. Hier verstehst du beides.
Wenn du Geld auf ein Sparkonto legst, „leiht“ sich die Bank dieses Geld gewissermaßen von dir und zahlt dir dafür eine kleine Belohnung: die Zinsen. Zinsen werden in Prozent angegeben. 2 % Zinsen bedeuten: Für 100 € bekommst du im Jahr 2 € dazu.
Das klingt nach wenig — aber jetzt kommt der spannende Teil.
Im nächsten Jahr bekommst du nicht nur wieder Zinsen auf deine 100 €, sondern auch auf die 2 € Zinsen von letztem Jahr. Du bekommst also Zinsen auf die Zinsen. Das nennt man Zinseszins.
Am Anfang fällt das kaum auf. Aber über viele Jahre wächst das Geld immer schneller — wie ein Schneeball, der einen Berg hinunterrollt und immer größer wird. Deshalb ist der wichtigste Satz beim Sparen: Je früher du anfängst, desto mehr Zeit hat der Schneeball zu wachsen.
Beim klassischen Sparen (z. B. Sparbuch, Tagesgeld) ist dein Geld sehr sicher, die Zinsen sind aber meist niedrig. Beim Anlegen (z. B. in Aktien oder Fonds) kann mehr herauskommen, das Geld schwankt aber auch — es kann zwischendurch weniger werden.
Für kurzfristige Ziele und den Notgroschen ist sicheres Sparen richtig. Für sehr langfristige Ziele lernt man später das Anlegen kennen — mehr dazu in der Sekundarstufe II unter Altersvorsorge.
Zinsen sind die Belohnung auf dein gespartes Geld. Zinseszins bedeutet, dass du im Folgejahr auch Zinsen auf die bereits erhaltenen Zinsen bekommst — dadurch wächst das Geld mit der Zeit immer schneller.
Weil der Zinseszins Zeit braucht, um zu wirken. Je länger das Geld liegt, desto größer wird der Effekt — Zeit ist beim Sparen der wichtigste Faktor.
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