Auf dem Vertrag steht eine Zahl — auf dem Konto landet eine kleinere. Warum das so ist, wofür die Abzüge gut sind und wie du deine erste Gehaltsabrechnung liest, lernst du hier.
Brutto ist der Betrag, den du laut Vertrag verdienst. Netto ist das, was nach allen Abzügen tatsächlich auf deinem Konto landet — dein „Netto zum Leben“. Die Differenz sind Steuern und Sozialabgaben, die dein Arbeitgeber direkt für dich abführt.
In der Ausbildung ist der Unterschied oft noch klein, weil das Gehalt niedrig ist — aber das Prinzip bleibt dein ganzes Berufsleben lang gleich.
Grob sind es zwei Gruppen. Erstens Steuern: vor allem die Lohnsteuer (bei niedrigem Ausbildungsgehalt oft noch 0 €), dazu ggf. Soli und Kirchensteuer. Zweitens die Sozialabgaben: Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.
Die Sozialabgaben teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber meist. Sie sind keine „Strafe“, sondern eine Art Gemeinschaftskasse — dazu gleich mehr.
Von deinem Gehalt fließt ein Teil in die Sozialversicherung. Dafür bist du abgesichert: Die Krankenversicherung zahlt, wenn du krank wirst. Die Rentenversicherung sorgt fürs Alter vor. Die Arbeitslosenversicherung hilft, wenn du deinen Job verlierst. Die Pflegeversicherung für den Pflegefall.
Es ist also Geld, das nicht einfach weg ist, sondern dich und andere absichert. Wie das eigene Absichern darüber hinaus funktioniert, lernst du unter Versicherungen für junge Leute.
Weil vom Brutto Steuern und Sozialabgaben (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) abgezogen werden. Was übrig bleibt, ist das Netto — dein Geld zum Leben.
Bei niedrigem Ausbildungsgehalt fällt oft noch keine oder kaum Lohnsteuer an, weil ein Grundfreibetrag steuerfrei bleibt. Sozialabgaben werden aber meist trotzdem fällig.
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