Der größte Unterschied zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung zeigt sich erst im Ruhestand. Rechne aus, wie hoch dein PKV-Beitrag mit 67 sein könnte — und was du bis dahin insgesamt einzahlst.
Der PKV-Beitrag richtet sich nicht nach deinem Einkommen, sondern nach den kalkulierten Gesundheitskosten deines Tarifs. Zwischen 2006 und 2026 stiegen die Beiträge im Schnitt um rund 3,4 % pro Jahr — ähnlich wie in der gesetzlichen Kasse (ca. 3,9 %). Über 30 oder 40 Jahre summiert sich das enorm. Der entscheidende Unterschied: In der GKV sinkt dein Beitrag im Ruhestand automatisch, weil er sich dann nach deiner Rente richtet. In der PKV bleibt der volle Tarifbeitrag bestehen.
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PKV-Beiträge hängen nicht vom Einkommen ab, sondern von Gesundheitskosten und Kalkulation. Sie stiegen zwischen 2006 und 2026 im Schnitt um rund 3,4 % pro Jahr — vergleichbar mit der GKV (rund 3,9 %). Über Jahrzehnte summiert sich das erheblich. Anders als in der GKV sinkt der Beitrag im Ruhestand nicht automatisch mit dem geringeren Einkommen.
Viele PKV-Tarife enthalten oder erlauben eine Beitragsentlastungskomponente: Du zahlst in jungen Jahren etwas mehr ein, um den Beitrag ab Rentenbeginn zu senken. Zusätzlich bauen alle Tarife gesetzlich Altersrückstellungen auf und ab 60 entfällt der 10-prozentige gesetzliche Zuschlag.
Wird der Beitrag zu hoch, gibt es gesetzliche Auffangnetze: den Wechsel in einen günstigeren Tarif derselben Gesellschaft, den brancheneinheitlichen Standardtarif oder den Basistarif, dessen Beitrag den GKV-Höchstbeitrag nicht übersteigen darf. Beihilfeberechtigte Beamte zahlen ohnehin nur ihren Eigenanteil.
Das hängt vom Einzelfall ab. In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag im Ruhestand nach der Rente und den weiteren Einkünften, ist also oft niedriger. In der PKV bleibt der volle Tarifbeitrag bestehen. Eine pauschale Antwort gibt es nicht — die Entscheidung ist langfristig und sollte individuell geprüft werden.