Verdienst du über- oder unterdurchschnittlich? Vergleiche dein Einkommen mit dem Durchschnitt in Deutschland: Gib dein Haushalts-Nettoeinkommen ein und sieh in Sekunden, zu welchen Prozent du gehörst — fair gerechnet nach Haushaltsgröße.
* Zum fairen Vergleich wird dein Haushaltseinkommen in ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen umgerechnet (OECD-Skala). Datenbasis: Statistisches Bundesamt (EU-SILC) & IW Köln, Bezugsjahr 2023/2024. Modellschätzung, ohne Gewähr — keine Steuer- oder Finanzberatung.
Ein reiner Vergleich der Haushaltseinkommen wäre unfair: 3.000 € reichen für einen Single deutlich weiter als für eine vierköpfige Familie. Deshalb rechnet die amtliche Statistik mit dem Nettoäquivalenzeinkommen — das Haushaltsnetto geteilt durch einen Bedarfsfaktor (erste erwachsene Person 1,0, jede weitere ab 14 Jahren 0,5, jedes Kind unter 14 Jahren 0,3). Genau so vergleicht dich dieser Rechner.
Wichtig: Der Median (2.190 €) ist die echte Mitte — die eine Hälfte hat weniger, die andere mehr. Der Durchschnitt (2.526 €) liegt höher, weil wenige Spitzenverdiener den Mittelwert nach oben ziehen. Am „mittleren" Einkommen orientierst du dich also besser am Median.
Haushaltseinkommen lassen sich nicht direkt vergleichen — ein Single mit 2.500 € steht anders da als eine vierköpfige Familie mit demselben Betrag. Der Rechner rechnet dein Einkommen deshalb zuerst in ein bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen um und ordnet dieses dann in die Verteilung ein.
Nettoäquivalenzeinkommen = Haushaltsnetto ÷ BedarfsgewichtDas Bedarfsgewicht folgt der neuen OECD-Skala: 1,0 für die erste erwachsene Person, +0,5 für jede weitere ab 14 Jahren, +0,3 für jedes Kind unter 14. Ein Paar ohne Kinder hat damit das Gewicht 1,5, ein Paar mit zwei kleinen Kindern 2,1.
Befragungen zeigen regelmäßig: Menschen schätzen ihre eigene Einkommensposition erstaunlich schlecht ein. Gutverdiener halten sich für Mittelschicht, weil sie sich mit ihrem Umfeld vergleichen — und das Umfeld ähnelt ihnen. Menschen mit niedrigem Einkommen überschätzen umgekehrt oft, wie viele andere unter ihnen liegen. Die statistische Einordnung korrigiert diesen Wahrnehmungsfehler. Wichtig bleibt dabei: Ein hoher Perzentilwert bedeutet nicht automatisch finanziellen Spielraum. Wohnkosten unterscheiden sich regional so stark, dass zwei Haushalte mit identischem Einkommen sehr unterschiedlich leben.
Beispiel: Ein Paar ohne Kinder hat zusammen 4.200 € netto im Monat zur Verfügung. Als Haushaltstyp ist im Rechner „Paar ohne Kinder" eingestellt, als Vergleichsgruppe alle Altersgruppen.
Der Rechner ordnet das Paar bei einem Äquivalenzeinkommen von 2.800 € in das 72,6 %-Perzentil ein — deiner Mitbürger — über dem Median, über dem Durchschnitt. Die Einstufung lautet „Obere Hälfte".
Dasselbe Haushaltsnetto führt je nach Haushaltsgröße zu einem völlig anderen Äquivalenzeinkommen — und damit zu einer anderen Einordnung:
| Haushaltstyp | Gewicht | Äquivalenzeinkommen | Perzentil | Einstufung |
|---|---|---|---|---|
| Single | 1,0 | 4.000 € | 91,7 % | Top 10 % |
| Alleinerziehend, 1 Kind | 1,3 | 3.077 € | 79,7 % | Obere Hälfte |
| Paar ohne Kinder | 1,5 | 2.667 € | 68,4 % | Obere Hälfte |
| Paar mit 1 Kind | 1,8 | 2.222 € | 51,4 % | Obere Hälfte |
| Paar mit 2 Kindern | 2,1 | 1.905 € | 36,7 % | Untere Mitte |
Median 2.190 €, Durchschnitt 2.526 € Nettoäquivalenzeinkommen pro Monat. Die Perzentilangabe bezieht sich auf die Gesamtbevölkerung.
Ein Single-Haushalt gehört ab rund 3.700 € netto im Monat zu den einkommensreichsten 10 % in Deutschland. Für die oberen 5 % sind es etwa 4.560 €, für das reichste 1 % rund 7.190 € (bedarfsgewichtet, IW Köln).
Das mittlere (Median-)Nettoäquivalenzeinkommen liegt bei rund 2.190 € pro Monat, der Durchschnitt bei etwa 2.526 €. Der Durchschnitt liegt höher, weil sehr hohe Einkommen den Mittelwert nach oben ziehen.
Gib dein Haushalts-Nettoeinkommen und deinen Haushaltstyp oben ein — der Rechner zeigt dir sofort deinen Perzentilrang und ob du über oder unter Median und Durchschnitt liegst.
Ein „gutes" Nettoeinkommen liegt spürbar über dem Median von rund 2.190 € (bedarfsgewichtet). Wer als Single über etwa 3.700 € netto im Monat verdient, gehört zu den oberen 10 %. Entscheidend ist aber der Haushaltstyp: Für Familien wird das Einkommen bedarfsgewichtet — deshalb vergleicht dieser Rechner fair nach Haushaltsgröße.